Value Score Pricing bezeichnet eine insbesondere im Ersatzteil-Pricing angewendete Methode zur Preisbestimmung. Bei dieser Methode wird ein sogenannter Value Score aus verschiedenen preisrelevanten Kriterien berechnet. Mögliche Kriterien sind etwa Branding, Monopolteil versus DIN-Teil oder Wettbewerbsintensität. Sie ist somit eine Methode des Value Pricing.

Anschließend wird über eine spezifische Abbildungsfunktion aus dem Value Score ein Kostenaufschlag bestimmt. Der Preis eines Produktes ergibt sich somit aus den Kosten zuzüglich des entsprechenden Kostenaufschlags. Im Gegensatz zum Cost-Plus-Pricing wird der Kostenaufschlag wertorientiert bestimmt und basiert nicht ausschließlich auf der angestrebten Marge, die der Artikel generieren soll. Die Methode eignet sich vor allem für große Ersatzteilportfolios, da sie deren hohe Komplexität herunterbricht, die vor allem durch die enorme Masse an verschiedenen Teilen entsteht. Als Preisanker kann sowohl die durchschnittliche Margenerwartung wie auch das Marktpreis-/ Wettbewerberpreisniveau herangezogen werden.

Der Ansatz ermöglicht es, jeden Artikel auf der Basis seiner relativen Produkt- und Wettbewerbsstärke zu bepreisen. Es ist im Einzelfall zu entscheiden, welche Informationen auf Einzel- oder Produktgruppenebene zur Verfügung stehen sollten. Zudem sollte die Validität und Konsistenz der Kostenbasis sichergestellt sein, um die Preisberechnung nicht zu verzerren. Ein konsistentes System für das Ersatzteil-Pricing kann mit moderner Pricing-Software oder BI-Tools entwickelt, simuliert und kalibriert werden.

Value Score Pricing

R&P – von den Besten die Netten