Cost-Plus-Pricing, auch als Mark-Up-Pricing bekannt, ist die einfachste und auch immer noch gängigste Pricing Methode. Auf die variablen Stückkosten wird eine festgelegte Marge mit Hilfe von Aufschlagsfaktoren addiert, um die anvisierte Profitabilität sicherzustellen. In ihrer Reinform gilt Cost-Plus-Pricing aufgrund der fehlenden Ausrichtung am Nutzen und der Zahlungsbereitschaft des Kunden als überholt und wenig profitabel. Nur bei sehr großen Portfolios und im Ersatzteil-Pricing hat sie in adaptierter Form noch ihre bedingte Berechtigung. Aber auch in diesen Fällen sollten Aufschlagsfaktoren nicht mit der Gießkanne über das Portfolio verteilt, sondern vielmehr produkt- oder produktgruppenspezifisch differenziert werden. Als problematisch stellt sich zusätzlich die tendenzielle Vernachlässigung der Wettbewerber dar. Ein weiterer immanenter und schwerwiegender Nachteil des Cost-Plus-Pricings ist die unbedingte Weitergabe von Kosteneinsparungen an den Kunden. Durch die festen Aufschlagsfaktoren werden Einsparungen bei den Herstellungskosten oder Einkaufskonditionen undifferenziert an den Kunden weitergereicht. Potenzielle Gewinne werden auf diese Weise verschenkt. (Vgl. Praxishandbuch Preismanagement (ISBN-10: 3527505423), S. 78)

Cost Plus Pricing

R&P – von den Besten die Netten