Der Sortimentsbonus ist eine spezielle Form der Rückvergütung, die sowohl Gesamtumsatz als auch den Sortimentsmix des Kunden berücksichtigt. Die Höhe der Bonuszahlung steigt mit dem Gesamtumsatz und mit der Breite des vom Kunden bezogenen Portfolios.

Der Sortimentsbonus ist geeignet, um ausgehend von einem starken Kernsortiment auch Randsortimente erfolgreich im Markt zu platzieren. So können neue oder weniger bekannte Produktlinien gezielt in den Markt gedrückt werden. Der Sortimentsbonus ist daher vor allem für etablierte Anbieter geeignet, die über ihre bestehende Marktposition hinaus neue Geschäfts-/Produktfelder voranbringen wollen. Ein Beispiel dafür wäre ein etablierter Anbieter von einfachen Gartengeräten (Schaufeln, Gartenscheren etc.) der zukünftig auch Rasenmäher vertreiben möchte und dafür Boni auf das Gesamtsortiment gewährt, sofern der Umsatz mit Rasenmähern durch seine Handelspartner vorab definierte Zielwerte überschreitet.

Der Sortimentsbonus findet sich überwiegend in der Lieferantenbeziehung von Hersteller und Handel. Das Wettbewerbsrecht setzt enge Grenzen im Fall einer marktbeherrschenden Stellung. Ein Sortimentsbonus lohnt sich auch nur dann, wenn der Händler ein dementsprechend breites Sortiment auch anbieten und aktiv vermarkten/bewerben kann. Ist dies nicht der Fall, so ist zu empfehlen, den Bonus aus dem Konditionensystem zu streichen, um ungerechtfertigte Nachlässe und damit die Gewöhnung der Kunden an diese zu vermeiden.

Sortimentsbonus

R&P – von den Besten die Netten