Unter Bonuszahlungen oder Rückvergütungen versteht man im Kontext des Pricings Vereinbarungen zu nicht rechnungswirksamen Preisnachlässen zwischen Unternehmen. Die verbreiteste Variante ist die Vereinbarung eines Umsatzstaffelbonus zwischen Hersteller und Händler in Abhängigkeit von dem im abgelaufenen Jahr erzielten Umsatzvolumen. Je höher die abgenommene Menge der Herstellerprodukte, desto höher der Bonus für den Händler.

In Abgrenzung zum Rabatt erfolgt die Bonuszahlung oder Rückvergütung nicht unmittelbar beim Kauf als eigene Position auf der Rechnung sondern im Nachgang, häufig zum Ende eines Kalenderjahres. Während der oben genannte Umsatzbonus eine konkrete Gegenleistung des Händlers voraussetzt, in diesem Fall eine definierte Absatzmenge, existieren in der Praxis auch zahlreiche Bonusvereinbarungen ohne Leistungsvereinbarung. Typische Beispiele sind der "Jubiläumsbonus" oder auch der "Jahresbonus". Sie dienen lediglich zur Absicherung der Händlermarge und sind aus Herstellersicht möglichst zu vermeiden. In einigen Branchen sind die Bonusvereinbarungen so weit ausgeufert, dass die Händler ihren Gewinn ausschließlich über die Jahresboni erzielen. Vor diesem Hintergrund ist das Handlungsfeld des Konditionenmanagements mit dem Ziel eines leistungsorientierten Konditionensystems entstanden.

Bonus

R&P – von den Besten die Netten