Price Skimming ist eine Pricing Strategie, die auf die erste Phase des Produktlebenszyklus Bezug nimmt. Produkte und Dienstleistungen werden mit sehr hohen Preisen in den Markt eingeführt. Der Preis wird mit zunehmendem Fortschreiten des Produktlebenszyklus abgesenkt. Treiber dieser Preisstrategie sind primär die erwartete Kostenentwicklung und die vermuteten Zahlungsbereitschaften unterschiedlicher Kundentypen.

Kosten

Bei technologisch anspruchsvollen Produkten sind neben den Anfangsinvestitionen auch die variablen Stückkosten zu Beginn des Produktlebenszyklus bedingt durch noch fehlende Skaleneffekte vergleichsweise hoch. Bei einer klassischen Aufschlagskalkulation kommt es automatisch mit fortlaufender Absatzmenge über die Zeit zu einer Absenkung des Verkaufspreises, da dieser der Kostenentwicklung folgt. Die hohen Anfangskosten und auch die deutlichen Kostenvorteile in den späteren Phasen des Lebenszyklus werden direkt an den Kunden weitergegeben.

Kundentypen

Die Zahlungsbereitschaft in den ersten Phasen des Produktlebenszyklus ist bei Lifestyle oder Technologieprodukten häufig sehr hoch. Die sogenannten Innovators und Early Adopters verfügen häufig über einen vergleichsweise hohen sozioökonomischen Status und die Möglichkeit, entsprechend hohe Ausgaben für die von Ihnen präferierten Produkte zu tätigen. Gleichzeitig ist die Ausbringungsmenge bei Anlauf der Produktion häufig zu begrenzt, um alle potenziellen Interessenten zu bedienen. Diese beiden Eigenschaften macht sich die Skimming Strategie zunutze. Mit hohen Einstiegspreisen werden gezielt die hohen Zahlungsbereitschaften der Innovators und Early Adopters angesprochen.

Mit steigenden Ausbringungsmengen und Abdeckung der beiden ersten Zielgruppen werden die Preise gesenkt, um auch den breiten Markt und damit ein erhöhtes Absatzpotenzial zu erschließen.

Price skimming

Das Gegenteil einer Price Skimming Strategie ist die Penetration Pricing Strategie. (Vgl. Praxishandbuch Preismanagement (ISBN-10: 3527505423), S. 56)

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