Österreichische Regionalbanken: Zinswende, Margendruck, Strukturwandel

Die Ertragslage der österreichischen Regionalbanken hat sich im Zuge der Zinswende spürbar verändert. Nach einem außergewöhnlich starken Jahr 2023 zeigt sich seit Anfang 2024 eine deutliche Abkühlung – vor allem im Zinsergebnis. Der Hauptgrund liegt im hohen Anteil gebundener Einlagen, deren Zinsaufwand nun voll in den Ergebnissen wirksam wird. Institute mit einem größeren Anteil täglich fälliger Einlagen konnten ihre Margen dagegen eher stabil halten. Das Provisionsergebnis wirkt als Puffer, reicht aber nicht aus, um die Rückgänge im Zinsgeschäft vollständig zu kompensieren.

Die Analyse zeigt zugleich eine wachsende Spreizung innerhalb des Sektors: Erfolgreiche Institute bleiben erfolgreich, während schwächere Häuser weiter zurückfallen. Banken mit hoher Kundenbindung, aktivem Vertrieb und gezieltem Kostenmanagement erzielen sowohl im Zins- als auch im Provisionsgeschäft überdurchschnittliche Ergebnisse. Aufwand ist dabei nicht gleich Ineffizienz – im Gegenteil: Höhere Personal- und Sachkosten gehen häufig mit größerer Ertragskraft einher, wenn sie in Beratung, IT und Vertriebsqualität investiert werden.


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