Zahlungsbedingungen sind vertragliche Vereinbarungen, die insbesondere den Zeitpunkt einer Zahlung regeln. Darüber hinaus kann es Vereinbarungen zu optionalen Rabatten wie das sogenannte Skonto geben, das einbehalten werden kann, sofern ein bestimmter, verkürzter Zeitraum zur Zahlung eingehalten wird. In Hochzinsphasen haben Zahlungsbedingungen einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Profitabilität eines Unternehmens. Aber auch in Niedrigzinsphasen muss beachtet werden, dass der zur Profitabilitätsrechnung heranzuziehende interne Zinsfuß deutlich höher liegt als die jeweiligen Leitzinsen. Dies impliziert entsprechend hohe Zinskosten für lange Zahlungsziele. Niedrigzinsphasen sind zudem gut geeignet, um historisch gewachsene Zahlungsbedingungen systematisch zu harmonisieren und auf ein vernünftiges Maß zurückzufahren. Abhängig von der Branche sind Zahlungsbedingungen zwischen 10 und 90 Tagen in Deutschland gängig. Der Schwerpunkt dürfte bei etwa 30 Tagen liegen. Die Grundidee langer Zahlungsziele insbesondere beim Vertrieb von Herstellern über den Handel ist die Zwischenfinanzierung bis zum Abverkauf durch den Handel. Lange Zahlungsziele können daher auch als Dienstleistung des Herstellers gesehen werden. Sie werden auch als Lieferantenkredit bezeichnet. Hersteller sind darauf angewiesen, Zahlungsbedingungen mit der gleichen Sorgfalt wie die sonstigen Konditionen zu steuern und zu überwachen.

Zahlungsbedingungen

R&P – von den Besten die Netten